NTFS am Mac - so geht's!


Autor: hannesDatum: 22.01.12, 21:12



Apple und Microsoft sind nicht gerade die besten Freunde. Was man ihnen bei ihrer Vergangenheit auch nicht übel nehmen kann. Leider wirkt sich das auch auf den Endnutzer aus.
Denn die Dateisysteme der beiden Betriebssysteme sind nicht miteinander kompatibel. Normalerweise.

In diesem Artikel stelle ich euch Software vor, welches dieses Problem löst. Aber zuerst noch ein paar Grundlegende Infos:

Mac läuft auf dem Dateisystem HFS+, Windows auf NTFS.
Da Windows einen Marktanteil von über 75% hat, ist es verständlich, dass die meisten Datenträger (externe Festplatten) auf NTFS formatiert sind. Weiters gibt es noch FAT32, welches oft auf USB Sticks verwendet wird. FAT32 kann von Mac und Windows gelesen und beschrieben werden.

Wieso setzt man dann nicht auf FAT32?
Die Antwort ist einfach. FAT32 kann mit Dateien über 4GB nicht umgehen.

Ein Mac kann einen NTFS Datenträger erkennen und Daten lesen, aber nichts darauf schreiben. Man kann also nichts auf den Datenträger kopieren. Windows kann mit HFS+ gar nicht umgehen ohne Zusatzsoftware.



NTFS am Mac
Hier gibt es mehrere Lösungen.

Eine kostenpflichtige Lösung ist Paragon NTFS für Mac. Kostenpunkt: 29,95 €. Das Programm ist sehr einfach und selbstständig. Einfach Installieren - Mac neu starten - Fertig! Es läuft vollkommen im Hintergrund. Und es ist auch schnell. Ich habe festgestellt, dass mein Mac Festplatten schneller Lesen und Schreiben kann als mein Windows PC, was möglicherweise an der Prozessorleistung liegt. Man kann es über die Systemeinstellunen vorübergehend deaktivieren.



Kostenlos hingegen wäre SL-NTFS. Es stammt von dem Entwickler "CocoAbyss". Auf seinem Blog findet man aber die Meldung, dass er SL-NTFS nicht mehr aktualisieren werden wird. Bedeutet, dass es mit jedem OS X Update die Funktionalität verlieren könnte.

Eine bisher beliebte Methode war OSXFUSE und NTFS-3G.
Eine eher vorübergehende Lösung. Die Entwicklung von MacFUSE wurde anscheinend eingestellt. Es ist nicht mit OS X Lion kompatibel. Die Alternative: OSXFUSE. Weiters benötigt man NTFS-3G. Davon gibt es eine stabile Version und eine "high performance" Version, welche aber 25€ kostet. Die stabile Version scheint eher auf sicheres entfernen des Datenträgers ausgelegt zu sein. Hat aber geringere Geschwindigkeit zur Folge.

Ein Mac kann aber auch ohne Zusatzsoftware auf NTFS Datenträger schreiben. Merkwürdigerweise ist diese "Funktion" standardmäßig deaktiviert. Apple scheint wohl Paragon und co. das Geschäft nicht verderben zu wollen. Die "Sperre" kann man übergehen. Hierzu müsste man jedes mal einen Code ins Terminal eintippen. Ist also eher nur eine Notlösung. Anleitungen die ich gefunden habe, waren alle nur für Snow Leopard.

Ich persönlich würde euch Paragon NTFS für Mac ans Herz legen. Ich hatte noch nie damit Probleme damit.

Kurz und bündig kann man zusammenfassen:
Paragon NTFS für Mac
- am teuersten
- erhält Updates

SL-NTFS
- kostenlos
- keine Updates

OSXFUSE + NTFS-3G
- kostenlos
- nicht so schnell

Tags:
ntfs, mac, fat, hfs, tutorial, anleitung, festplatte
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Kommentar von Daniel (22.01, 21:32):

Wieder eine News vom Hannes Das mit den unterschiedlichen Dateisystem hab ich noch nicht gewusst... ich hab bisher immer zu fat32 gegriffen (bis ich dann irgendwann gemerkt hätte dass es mit dateien über 4gb ein problem gibt...) aber gut jetzt weiß ich dass ntfs auch ne lösung is
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