Liquipel und HzO: So wird euer iPhone wasserdicht!
Autor: Daniel
Datum: 22.01.12, 18:21
iPhones haben Displays mit einer Spezialbeschichtung um Kratzer abzuwehren, eine besondere Konstruktion, die Stürzen mehr oder weniger gut standhalten kann und spezielle Chips, die bei starker Sonneneinstrahlung den Prozessor vor Überhitzung schützen sollen. Doch es braucht nicht mehr als ein Glas Mineralwasser um dem iPhone den Garaus zu machen. Denn abgesehen von destilliertem Wasser ist jede Flüssigkeit für die feine Elektronik im iPhone Gift. Ein Gerät mit Flüssigkeitsschaden wird auch von der Apple Garantie nicht mehr geschützt, selbst eine kostenpflichtige Reparatur bringt nicht immer das gewünschte Ergebnis.
Um dem vorzubeugen haben zwei US-Unternehmen auf der diesjährigen CES eine Möglichkeit präsentiert, das iPhone wasserdicht zu machen. Hinter den Namen HzO und Liquipel verbergen sich zwei ähnliche Verfahren, die das iPhone (oder jedes andere Smartphone bzw. Elektrogerät) mit einer speziellen Nano-Beschichtung versehen, die die Geräte resistent gegen Wasser macht. Hinter HzO steckt übrigens ZAGG, eine Firma, die durch ihre eigenen iPhone-Schutzfolien schon große Bekanntheit erlangt hat.
Das Verfahren zum Versiegeln der Handys könnte aus einem Science-Fiction-Film stammen: Die Telefone werden in eine spezielle Gaskammer gelegt, in der ein Vakuum aufgebaut wird. Danach wird ein Gas mit der Nano-Beschichtung in den Raum gesprüht. Das Gas bleibt an allen äußeren und inneren Bauteilen des Smartphone kleben und versiegelt diese.
Laut Liquipel ist das Handy dann aber nicht komplett wasserdicht: Spritzwasser hält es sehr gut aus, in die Badewanne darf es aber nur 30 Minuten lang genommen werden.
ZAGG steht nach eigenen Angaben übrigens schon im Kontakt mit Apple und Samsung: Beide Unternehmen hätten Interesse an der unsichtbaren und nicht fühlbaren Nano-Beschichtung für's iPhone bzw. Galaxy Handy gezeigt. Ob das stimmt oder nur ein cleverer PR-Gag von ZAGG ist, das weiß man nicht.
Die Technologie von ZAGG beim Bau der Telefone verwendet werden - ein Service zur nachträglichen Versiegelung wird momentan nicht angeboten. Anders bei Liquipel: Hier kostet eine solche Versiegelung 59 US-Dollar. Das Angebot ist bisher nur für US-Kunden gedacht, momentan ist der Online-Shop aufgrund "der großen Nachfrage" aber gar nicht mehr erreichbar.