iPod Touch Apps kostenlos downloaden - Alle Infos!


Autor: DanielDatum: 03.09.11, 19:35



Ein Argument, das viele Politiker und Unternehmen immer wieder anbringen, wenn es um Internetsperren geht, ist Piraterie. Es ist unbestritten, dass heute viele digitale Inhalte illegal über das Internet ausgetauscht werden. Wir reden von Filmen, wir reden vorallem von Musik, wir reden aber auch von Apps. Im AppStore werden täglich tausende oder gar Millionen von Applikationen erworben - ein nicht gerade kleiner Nutzerkreis bevorzugt es aber, die virtuelle Ladentheke zu umgehen und über Umwege die iPod Touch / iPhone / iPad Apps kostenlos herunter zu laden.

In diesem Artikel kann und will ich euch nicht erklären, wie man eine eigentlich kostenpflichtige App gratis beziehen kann - einerseits, weil ich es nicht für gut halten kann so etwas zu tun, andererseits, weil es gegen geltende Gesetze verstoßen würde. Doch trotzdem lohnt es sich, über das Thema ein wenig zu reden - denn hinter dem "Bösen" steckt eigentlich etwas mehr.



Ganz oft wird der Begriff Jailbreak mit dem Cracken von Apps gleichgesetzt - das ist aber absoluter Blödsinn. Beim Jailbreak geht es nur darum, die Systemsoftware soweit zu verändern, dass Programme von Drittanbietern installiert werden können - das ist legal. Es geht um eine AppStore-Alterantive - um Apps, die Apple aus welchen Gründen auch immer ablehnt oder um Programme, die das Betriebssystem verändern und über den Funktionsumfang einer normalen iPhone-App hinausgehen. Interessante Beispiele sind Winterboard (zum Verändern des Home-Screen auf dem iOS-Gerät) oder SBSettings (Systemeinstellungen über die Statusleiste ein- und ausschalten).

Ein Jailbreak ist Voraussetzung um Apps illegal zu beziehen. Ein Programm wird installiert, ein wenig das System verändert und schon haben wir eine Art AppStore-Kopie, über die vorallem normalerweise kostenpflichtige Apps kostenlos angeboten werden. Und genau hier liegt der Unterschied: Normale Jailbreak-Apps sind dafür bestimmt, über das "alternative Netzwerk" kostenfrei angeboten zu werden. Gehackte Software aus dem AppStore hingegen nicht.

Doch es ist interessant, dass der Anteil an Nutzern, die App-Piraterie betreiben, geringer als in manch anderer Branche sein dürfte. Woran liegt das? Einerseits könnte es darin begründet sein, dass von Haus aus eine Menge Applikationen im AppStore gratis sind. Andererseits sind die Preise aber auch moderat. Man ist durchaus bereit mal 79 Cent für eine App auszugeben - 10 Euro für ein Musik-Album ist Manchem aber zuviel. Und trotz dieses großen Preisunterschieds können die Entwickler recht gut von den Programmen leben.

App Piraterie kann manchmal übrigens auch aus durchaus "verständlichen" Gründen betrieben werden: Will ich für ein Programm zahlen, was ich gar nicht kenne? Darf ich es vorher nicht wenigstens einmal testen? Oft werden keine Light-Versionen von Apps angeboten. Es ist ein bisschen wie Glücksspiel - entweder man hat Glück und kriegt das, was man gesucht hat, oder man hat das Geld in den Wind geschossen. Man kann die kostenfreie "Alternative" deswegen durchaus benutzen, um das Produkt zu testen. Allerdings müsste man die App nach dem Test wieder löschen und neu erwerben. Das macht aber kaum jemand. Und selbst der reine "Test" ist laut aktueller Rechtsprechung immer noch illegal.

Ich möchte das Cracken von Apps keineswegs befürworten - aber Folgendes dazu anbringen: Ein Großteil der Internet-Kundschaft ist bereit, für Inhalte Geld zu bezahlen. Doch es fragt sich wofür und wieviel. Gerade die oft wirklich günstigen Apps für 79 Cent sind auch für Kunden mit einem kleinen Geldbeutel interessant. Man erhält oft tolle Programme für wenig Geld - und der Entwickler kann aufgrund des hohen Absatzes trotzdem davon leben. Es fragt sich also, ob sich nicht auch andere Branchen dies zum Vorbild nehmen könnten. Warum müssen US-Stars Alben für 10 Euro anbieten, wenn sie millionenfach abgenommen werden? Reichen nicht auch nur 5 Euro?

Auch Apple könnte noch einige Sachen verbessern - zum Beispiel eine zeitbegrenzte Demo-Funktion für Apps anbieten. Denn es ist verständlich, wenn Nutzer erst einmal testen wollen, ob das Produkt wirklich hält, was es verspricht, bevor sie kaufen. Das ist im AppStore aber leider derzeit nicht möglich. Sollte Apple hier einmal nachlegen würde - so glaube ich zumindest - der Marktanteil von illegalen Apps nochmals sinken.


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Kommentar von Anton (03.09, 19:40):

Das ist ein sehr guter Artikel. Pro- und Contra-Argumente wurden dargelegt und somit kann ich mir selbst eine Meinung bilden. Weiter so!
Kommentar von Gast (04.09, 10:48):

Guter Artikel, da ich keinen Jailbraek auf meinem iPad drauf habe, kann ich das nicht überprüfen, aber die, ich kenne,die eins drauf haben, sagen das der Akku Verbrauch steigt und das System instabil ist und es ab zu, zu Abstürze kommt. Für mich ist es uninteressant da ich mich bewusst, für ein System entschieden habe um den ich mich nicht kümmern brauch!
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