MacBook Pro 2011 - Testbericht
| Autor: Daniel | Datum: 28.08.11, 11:30 |

Nachdem wir schon den Mac Mini, den iMac, den Mac Pro und das MacBook Air getestet haben, fehlt nur noch ein Mac um die Reihe komplett zu machen: Das MacBook Pro. Wie bei den Vorgängern gibt's hier keinen "Praxistest", sondern mehr eine Kaufempfehlung und einen Vergleich mit den anderen Macs.
Fangen wir mit den Äußerem an. Das aktuelle MacBook Pro gibt's in drei verschiedenen Varianten - mit 13, 15 und 17 Zoll. Erstmals verkauft Apple auch nicht mehr das kleine, weiße MacBook, sodass auch die "Sparfüchse" unter euch zum großen Bruder wechseln müssen. Mit einem Gewicht von 2, 2,5 und fast 3 Kilogramm kann man schon den ersten Vergleich anstellen: Ein Leichtgewicht wie das MacBook Air ist auch das 13 Zoll MacBook keineswegs. Es wiegt fast doppelt soviel wie das Air.
Schauen wir uns die Anschlüsse an wird das MacBook Air aber von jedem Modell um Längen geschlagen: Mit Magsafe, mindestens 2 USB-Anschlüssen, Thunderbolt-Port, Ethernet,
Firewire 800, Audioports und sogar einem Kartenleser ist selbst das kleinste MacBook Pro sehr ordentlich ausgestattet. Beim siebzehn Zoll Modell sind sogar drei USB-Anschlüsse und ein ExpressCard-Slot eingebaut.
Die Leistung der MacBooks dürfte auch viele Bedürfnisse befriedigen: Beim 13 Zoll Modell haben wir Core i5 Prozessoren mit 2,3-2,7 Ghz Taktung, beim 15 Zoll Gerät mindestens 2,0 Ghz Core i7 Prozessoren und beim MacBook Pro 17 Zoll standardmäßig 2,2 Ghz Core i7 Prozessoren verbaut. Was heißt das? Grundsätzlich bieten alle Rechner viel Leistung, beim kleinen MacBook Pro sind aber nur 2 Kerne, bei den anderen Geräten ganze 4 Kerne verbaut. Allerdings muss man beachten, dass nur wenige Anwendungen auch wirklich 4 Kerne auslasten können - oft werden maximal 2 Cores wirklich genutzt.
Nun wird's spannend: Die Grafik. Hier war Apple wieder sehr clever und verbaut grundsätzlich in allen MacBooks eine Intel Graphics 3000 HD Grafiklösung. Das ist keine eigenständige Grafikkarte, reicht aber von der Leistung her für Alltagsarbeiten locker aus. Für Spiele reicht es aber nicht. Doch hier hat Apple in den 15 Zoll und 17 Zoll Modellen noch eine Grafikkarte von AMD eingebaut (mind. AMD Radeon 6490M). Sie ist vollkommen spieletauglich und macht die MacBooks zu echten Zockermaschinen. Warum aber zwei Grafiklösungen in einem Gerät? Nun, so kann der Nutzer viel Akkuleistung sparen. Verzichtet er auf die AMD Karte und verwendet nur den Intel Chipsatz verbraucht er kaum Strom und kann lange ohne Steckdose auskommen. Braucht er dagegen viel Power und ist am besten mit dem Stromnetz verbunden kann er auf die AMD Grafik zurückgreifen und viel Leistung erhalten.
Schade ist allerdings, dass das MacBook 13 Zoll ganz ohne eigenständige Grafikkarte auskommen muss. Die Intel Lösung reicht zwar wie schon erwähnt für den Alltag - für Spiele aber nicht.
Nun noch ein kurzer Blick in die restlichen Spezifikationen: Die Festplatte reicht standardmäßig je Modell von 320 GB bis 750 GB. Sehr ordentlich ist der RAM: Hier haben wir wirklich bei allen Modellen mindestens 4 GB eingebaut. Das DVD-Laufwerk ist auch bei allen MacBooks integriert (das ist erwähnenswert weil z.B. das MacBook Air und der Mac Mini schon heute ohne das Laufwerk auskommen müssen). Der Akku hält bis zu 7 Stunden und ist damit echt spitze.
Für wen eignet sich das MacBook Pro jetzt? Nunja, eigentlich führt kaum ein Weg herum. Jeder, der einen mobilen Mac möchte, wird sich zwischen MacBook Air und Pro entscheiden müssen. Mit 950 Euro ist das Air aber in der kleinsten Variante recht günstig zu haben und auf jeden Fall eine Überlegung wert.
Schade bei den MacBooks sind besonders die hohen Kosten für eine große Bildschirmdiagonale. Während das MacBook Pro 13 Zoll mit 1150 Euro noch einigermaßen erschwinglich ist, müssen beim 15 Zoll Gerät schon 1700 Euro und beim 17 Zoll Modell schon ganze 2500 Euro auf die Ladentheke gelegt werden. Die Desktop-Macs sind da deutlich erschwinglicher. In der Windows-Welt gibt's 17 Zoll Rechner schon für die Hälfte. Klar, dass die nicht das Gleiche leisten - doch will das denn jeder?
Somit bieten sich drei Alternativen: Ein MacBook Air, ein iMac oder Mac Mini und ein Windows-PC.
Wer sich ein MacBook zum Spielen kaufen möchte, sollte auch unbedingt mindestens das 15 Zoll Modell wählen. Das 13 Zoll Modell bietet hierfür nicht genug Grafikleistung.
Ein kurzes und knappes Fazit: MacBook Pro's bieten zumindest ab 15 Zoll aufwärts Leistung fast ohne Grenzen - haben aber ihren Preis. Dass sich den Spaß nicht jeder leisten kann, ist vollkommen verständlich. So weh es tut, manchmal muss man in den "sauren Apfel" beißen und zu einem Windows Rechner greifen - die sind teilweise wesentlich günstiger - bieten aber natürlich auch weniger und vorallem kein Mac OS X.