Apple MobileMe Test


Autor: DanielDatum: 11.03.11, 19:25





Gerade wenn man immer mehr Geräte wie einen iPod, einen Mac und ein iPad sein Eigen nennt, stellt sich die Frage: Wie halte ich all diese Gadgets auf einem Stand? Auf all diesen Geräten laufen ähnliche Anwendungen wie z.B. Mail oder der Kalender - und logischerweise sollte der Inhalt dieser Apps bzw. das, was sie anzeigen, auch auf allen eigenen iPods, iPads und Macs gleich aussehen. Wie lässt sich dies erreichen?

Eine äußerst bequeme Möglichkeit zum Synchronisieren aller Apple Produkte stammt von Apple selbst und heißt MobileMe. Für 79 Euro im Jahr (Familienlizenz kostet 119 Euro) gibt's eine Art Komplettpaket für die drahtlose Kommunikation. Grundsätzlich umfasst MobileMe dabei folgende Dienste, die wir euch im Folgenden ein wenig genauer vorstellen werden:

- Sync von iCal, Mail und Kontakten
- iDisk
- Find my iPod/iPhone/iPad
- verschiedene Web-Dienste

MobileMe umfasst dabei grundsätzlich sowohl Macs, iOS-Geräte als auch Windows Rechner. Der Nutzer erhält insgesamt 20 GB Speicher auf den Apple Servern, die für die o.g. Features genutzt werden können.

Nun zu den Diensten: Da ist zunächst iDisk, eine Art Online-Festplatte, auf der der Nutzer Dateien ablegen kann. Diese iDisk wird auf Mac und PC allerdings wie eine normale Festplatte auf dem Rechner behandelt. Mit anderen Worten: Der Nutzer merkt gar nicht, dass er beispielsweise ein Dokument nicht lokal, sondern global abspeichert. Von dieser iDisk kann er dann von allen an MobileMe angeschlossenen Rechnern als auch vom iPhone und iPad zugreifen. Dazu gibt es spezielle Apps im iTunes Store.

iDisk wird heute immer wieder kritisiert, da es öfters etwas langsam ist und kostenlose Alternativen wie Dropbox eine ähnliche Funktion bieten.

Der Sync von Mails, Kontakten und Kalender-Einträgen funktioniert auch ganz automatisch. Speichert man im iPhone einen neuen Kontakt ist dieser binnen weniger Minuten auf allen Rechnern gespeichert - ohne dass das iPhone jemals mit einem der anderen Geräte verbunden werden muss.

Jeder Nutzer erhält zudem eine @me.com Adresse, mit der er E-Mails empfangen kann. Vorsicht: Ist die MobileMe-Lizenz abgelaufen verliert man auch diesen Account!

Auch für diesen Dienst gibt es zahlreiche Alternativen wie beispielsweise Google. Das US-Unternehmen arbeitet mit dem Exchange-Protokoll und erlaubt es ebenso, Mails oder Kalender-Einträge zu synchronisieren. Und das kostenlos und ebenso automatisch.

Dann gibt es noch Find my iPhone/iPod/iPad. Dieser Dienst ist mittlerweile kostenlos und kann auch ohne den Erwerb von MobileMe genutzt werden. Es wird ermöglicht, den Standort des eigenen Apple Produkts auf einer Karte anzeigen zu lassen. Wird das Gerät gestohlen oder geht verloren kann man es so wieder finden.

Zuletzt die Web-Dienste: Zum Einen kann man fast alle Daten, die MobileMe bereithält auch online ansehen. Ist MobileMe auf dem Rechner also nicht eingerichtet kann man online über me.com auf alle Mails, Kontakte, Kalender-Einträge, Dateien usw. zugreifen.
Auch lässt sich beispielsweise online ein Fotoalbum anlegen. Webseiten, die man mit iWeb kreiert, kann man einfach über MobileMe bereitstellen. Objekte im Mac-Dock oder Dashboard-Widgets werden ebenso online synchron gehalten, sodass sie auf allen Macs gleich aussehen.

Das Fazit: Lohnt sich MobileMe? Nunja, grundsätzlich bietet Apple mit diesem Produkt eine Reihe von netten Funktionen, die besonders für Leute, die viel unterwegs sind und viele Apple Produkte haben, eine Menge Leistung bieten. Allerdings gibt es auch viele kostenlose Alternativen: Dropbox, viele Exchange-E-Mail-Anbieter oder Online-Fotoalben. All diese Services sind größtenteils kostenlos. Es stellt sich also ein wenig die Frage: Wozu 79 Euro? Was erhält man für das Geld? Sagen wir es so: Eine Vielzahl von Diensten, die in Teilen alternativ kostenlos verfügbar sind, aus einer Hand und speziell für Apple Produkte optimiert. Für Geschäftsleute (die kein Blackberry haben) durchaus eine Überlegung wert, für den klassischen Privatnutzer wohl eher ein wenig überteuert und sinnlos.

Tags:
Apple, MobileMe, Test, kostenlos, Testbericht, Review, Preis, Infos
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