Der neue Mac mini ist kein Einsteiger-Modell mehr
| Autor: hannes | Datum: 16.06.10, 19:53 |

Gestern hat Apple ein neues Modell des kleinsten Apple-Computers, dem Mac mini veröffentlicht. Leider orientiert sich der sich preislich nicht mehr an Mac-Einsteiger und ist wieder kein optimales Entertainment-System.
Der Mac mini ist klein und in der neuesten Generation mit HDMI ausgestattet. Ideal zum betrachten von Filmen. Man könnte ihn -fast- als Computer und Entertainment-Gerät verwenden. Doch er ist nicht mit Blu-Rays kompatibel, welche sich immer mehr durchsetzen. Der mini eignet sich somit nicht zum anschauen von (Full) HD Inhalten.
iTunes bietet zwar einige Filme in HD an, aber nur in 720p.
Für unter 600 bekam man früher einen mini. Durch ein etwas schwächeres Innenleben war dieser Preis möglich. Für Durchschnitts-Anwendungen auf Mac OS, welches wenig Ressourcen verbraucht, hat das einigermaßen gereicht.
Nun bekommt man schon etwas mehr Leistung auf kleinerem Raum. Doch diese hat seinen Preis, der im Verhältnis stärker gestiegen ist als die Leistung.
In der Standardausstattung bekommt man einen 2,4 GHz Intel Core 2 Duo Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher (wer 4 GB will muss 99€ mehr zahlen), eine 320GB Festplatte und eine flotten Grafikkarte -NVIDIA GeForce 320M, 256 MB Speicher-. Gesamt kommt man auf einen Preis von 809€ (inkl.
Urheberrechtsabgabe). Nun arbeitet es sich mit einem Mac mini schneller und er kommt schon fast an ein MacBook (Pro) heran. Auch preislich. Einsteiger oder werdende App-Entwickler müssen nun mehr Geld investieren.
Apple sieht den Mac mini nun mehr als einen normalen Mac und braucht deswegen auch kein Blu-Ray Laufwerk und muss nicht zum Kampfpreis angeboten werden. Anwender sehen in diesem Gerät aber mehr eine Kombination aus einem Mac und einem Entertainment-Gerät.
Er ist sozusagen zu einem kleinen Kraftprotz mutiert.